Das ist jetzt 22 Jahre her: Die grüne Wasseragamendame (Physignathus cocincinus) lebte viele Jahre in einer netten Wohngemeinschaft mit einem Ritteranolis (Anolis equestris) zusammen. Die beiden hatten keine Probleme miteinander. Wir haben sie aus einer schlechten Haltung übernommen, versuchsweise zusammengetan und dabei ist es dann geblieben. Wenn die beiden nebeneinander auf einem Ast lagen und aus ihrem Terrarium schauten, kamen sie uns immer vor wie ein lange verheiratetes Ehepaar vor dem Fernseher.
Der Ritteranoli auf seinem Lieblingsplatz, einer Astschaukel ganz oben im Terrarium.
In diesem Terrarium verbrachten die beiden ihren sicherlich sehr schönen Lebensabend. Ein Glasbecken, 100 - 70 - 180, (L,B,H), selbst gebaut. 2 Tageslicht Neonröhren, 2 Wärmespots, 2 mal in der Woche 30 min. Ultravitalux UV Bestrahlung, ein kleiner Wasserfall im Hintergrund, 2 mal am Tag sprühen, alles echte Pflanzen, 2-3 mal die Woche füttern (Heimchen, Grillen und Heuschrecken), ab und zu etwas Obst und Salat für die Agame. In einem Teil des Bodens war ein Heizkabel verlegt, für die Luftfeuchtiigkeit. Temperatur ca. 30 Grad, punktuell 35 - 38 Grad, im unterem Teil kühler. Nachtabsenkung um etwa 5 Grad, Beleuchtungsdauer 12 Stunden täglich, die Spots stundenweise. Die Zwei lebten noch etwas über 5 Jahre und sind dann kurz nach einander gestorben.
Ich habe einige Jahre Königspythons (Python regius) gehalten, in der Nominatfarbe, damals waren Farbzuchten noch kein so großes Thema. Es gelang mir zwei mal Nachzuchten zu bekommen.
Außerdem gehörten zum Bestand ein Pärchen Regenbogenboas (Epicrates cenchria maurus), an die ich mich besonders gerne erinnere. Das Weibchen war nämlich die erste Schlange, die mich so richtig anständig gebissen hat, und zwar in den Mittelfinger. Sie hat nach ca. 10 Minuten wieder los gelassen.
Die Dritten im Bunde waren ein Pärchen Boa constrictor imperator, die wir für einen Bekannten für 2 Jahre bei uns pflegten, da der nicht genügend Platz für die Beiden hatte.
Aufgrund privater Veränderungen war dann erstmal für viele Jahre Schluss mit der Terraristik