Blauzungenskinke der Tiliqua Arten ernähren sich, von einigen wenigen Arten abgesehen, sowohl von tierischer als auch von pflanzlicher Nahrung. Der vegetarische Anteil sollte bei erwachsenen ( adulten ) Tieren deutlich höher sein als der Anteil an tierischer Kost. Bei gesunden erwachsenen Tieren ist eine dreimalige Fütterung pro Woche ausreichend, wir füttern immer abwechselnd einmal Grünzeug und einmal was Lebendiges, wobei die Vorliebe der Skinke eindeutig beim Letzteren liegt. Beim Lebend füttern werden die Futtertiere jedes zweite mal eingestäubt, z.B. mit Osspulvit oder Korvimin ZVT Pulver, um eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen, Spurenelementen und Mineralstoffen sicher zu stellen.
Achtung: füttern sie nicht zu viel oder zu oft, Blauzungenskinke neigen sehr schnell zum dick werden! Adulte Tiere 2 - 3 mal die Woche füttern, jüngere Tiere täglich.
Tierische Nahrung:
Mittelmeergrillen, Zweifleckgrillen, Steppengrillen, Heimchen, Heuschrecken, Schaben! Zophobas ( Schwarzkäferlarven ) und Mehlwürmer nicht oft füttern, die sind sehr fettreich. Wir haben auch einmal frisch geborene Mäusebabys gefüttert, die Skinke waren begeistert, aber dabei zuzuschauen ist bestimmt nicht jedermanns Sache. Die Mäusebabys werden nämlich auf skinktypische Art niedergemetzelt und zerlegt, das ist nicht unbedingt ein schöner Anblick.
Ab und zu gibt es eine Dose Katzen - oder Hundefeuchtfutter, mit der gleichen Menge Reis oder Salat gestreckt. Das reine Dosenfutter wäre zu fetthaltig.
Innereien: Rinder- und Hühnerherzen, ab und zu (selten) etwas Rinderleber. Sehr beliebt bei den Skinken ist auch mageres Rinderhackfleisch ( Tatar oder Schabefleisch ), vermischt mit etwas Reis oder Gemüse. Gelegentlich ein Hühnerei, roh oder gekocht, wird sehr gern genommen.
Man darf auch einmal etwas rohen Fisch ( Seefisch, natürlich ohne Gräten ) klein würfeln, ihre Skinke werden begeistert sein.
Pflanzliche Nahrung:
Jede Art Früchte, niemals einseitig füttern, niemals von einer Sorte zu viel.
Gemüse, auch hier gilt: Abwechslung ist wichtig. Keinen Kohl und keine Hülsenfrüchte, aber Gemüseflocken, Wildkräuter, Keimlinge, Hafer, - und Weizenkleie und Reis.
Babynahrung aus dem Glas, auf der Basis von Früchten, Gemüse oder Fleisch. Auch am Fruchtjoghurt wird von vielen Skinken gerne mal genascht.
Obstreis:
1,5 kg Obst ( Banane, Orange, Mandarine, Erdbeer, Kiwi, Weinbeere, Apfel, Birne, Aprikose, Nektarine, Pflaume, Kirsche usw. ) im Mixer zerkleinern. Apfel und Birne gut waschen und mit der Schale verarbeiten. 259 g Naturreis ohne Salz kochen und unter das Obst mischen. Wenn der Brei zu flüssig ist, kann man ihn mit Weizenkleie oder Hundeflocken eindicken. Das Ganze wird portionsweise eingefroren und vor dem verfüttern evtl. mit Vitaminpulver und Kalk angereichert.
Das absolute Lieblingsfutter ist der sogenannte Skinkpudding.
100 g Rinderherz, 100 g Leber oder Niere ( vom Rind ), 100 g Süßwasserfisch mit Schuppen und Gräten, 1 - 2 frische Hühnereier, 100 g Gemüse ( Mohrrüben, Tomaten, Wildkräuter, Keimlinge u. ä. ), einige Eßlöffel Weizenkeime aus dem Reformhaus, 1/2 Teelöffel Nährhefe ( enthält Vitamin B ), nicht zu viel davon, schmeckt unangenehm und dann fressen es die Skinke nicht, 5 Tabletten Calcipot oder ein ähnliches Kalkpräparat und zum Schluß 2 - 3 Tropfen eines Multivitaminpräparates.
Alle Zutaten im Mixer zerkleinern und dann mit Gelatine binden. Dazu löst man 40 g Speisegelatine in 0,5 l heißem Wasser auf, läßt das Gemisch auf ca. 60 Grad abkühlen, zur Schonung der Vitamine, und rührt es dann unter die übrigen Zutaten. Vor dem Erstarren kann man Tagesportionen abfüllen und einfrieren. Die angegebenen Dosierungen sollte man einhalten, denn eine Überdosierung von Kalk- und Vitaminpräparaten kann zur Schädigung der Tiere führen.